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Geschreven op 11 mei 2026

Datenschutz im Forschungsprojekt

Im Forschungsprojekt AvatarMediKi wird untersucht, wie KI ältere Menschen bei der Medikamenteneinnahme unterstützen kann. Dabei kommt auch eine Kamera zum Einsatz, um Einnahmesituationen zu erkennen. Datenschutz und Datensparsamkeit stehen dabei im Mittelpunkt des Konzepts.

AvatarMediKi untersucht, wie KI ältere Menschen bei der Medikamenteneinnahme unterstützen kann. Dabei wird auch eine Kamera eingesetzt, um zu erkennen, ob eine Einnahmesituation stattgefunden hat.

Gerade deshalb ist Datenschutz ein zentraler Bestandteil des Projekts. Die Kamera soll nicht dauerhaft beobachten, sondern nur in einem klar begrenzten Moment unterstützen.

Die Kamera wird ausschließlich ereignisbasiert aktiviert. Auslöser ist die Entnahme eines Medikamentenbechers aus der Anabox Smart. Die Medikamentenbox selbst nimmt keine Audio- oder Videodaten auf, sondern liefert nur dieses Entnahmeereignis als Signal.

Nach der Aktivierung ist die Kamera maximal eine Minute aktiv. Danach wird sie automatisch wieder deaktiviert. Außerhalb dieses Zeitfensters bleibt sie ausgeschaltet.

Damit ist die Aufnahme zeitlich, situativ und funktional begrenzt: Es geht nur um den Moment der Medikamenteneinnahme.

Das große Display zeigt klar an, wenn eine Aufnahme läuftintake-nowDas große Display zeigt klar an, wenn eine Aufnahme läuft

Während die Kamera aktiv ist, ist der Zustand am Gerät deutlich sichtbar angezeigt werden. Nutzer:innen können dadurch erkennen, wann eine Erfassung stattfindet.

Der Ablauf ist vergleichbar mit einer bewussten Videoaufnahme oder einem Videochat: Die Aktivierung erfolgt in einem konkreten Nutzungskontext und nur für einen begrenzten Zeitraum.

Zuerst werden die Einnahmeinformationen noch lokal verarbeitet und im Sinne er Datensparsamkeit werden nur Frames ausgewählt, die eine wahrscheinliche Einnahme anzeigen.

In der aktuellen Forschungsphase werden Bilddaten verschlüsselt an gesicherte Server übertragen. Dort werden sie unmittelbar verarbeitet, um daraus abstrakte Ereignisse abzuleiten, zum Beispiel „Einnahme erfolgt“ oder „Einnahme nicht erfolgt“.

In der Auswertung stehen nur noch TextinformationenIMG_3814In der Auswertung stehen nur noch Textinformationen

Eine dauerhafte Speicherung der Bilddaten ist nicht vorgesehen. Die Rohdaten werden nach der Verarbeitung gelöscht. Für die weitere Auswertung werden dann nur abstrahierte Ereignisdaten genutzt.

Mehr zu den Technischen Grundlagen

Wir haben auch eine grafische Maskierung, etwa des Gesichts getestet. Dabei sank die Erkennungsgenauigkeit jedoch stark: Nur etwa 30 bis 40 Prozent der relevanten Ereignisse wurden dann korrekt erkannt.

Für das Forschungsziel ist aber entscheidend, die Medikamenteneinnahme zuverlässig zu erkennen. Deshalb setzen wir aktuell nicht auf eine nachträgliche Maskierung, sondern auf Datenminimierung: kurze Aktivierung, zweckgebundene Verarbeitung, verschlüsselte Übertragung und Löschung der Rohdaten.

Langfristig ist das Ziel, möglichst viel KI-Verarbeitung lokal auf dem Gerät auszuführen. Sobald ausreichend leistungsfähige kleine und bezahlbare Computer für größere lokale Modelle verfügbar sind, könnten Bilddaten perspektivisch vollständig auf dem Gerät verarbeitet werden. Dann müssten keine Bilder mehr übertragen werden.

Robert Gühne
Robert Gühne
Robert is softwareontwikkelaar, ontwerper en verantwoordelijk voor de app en infrastructuur.

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